Verein
Kultur- und Heimatbund Harzgerode e. V.
Mitglied im Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V.
Die Urprünge des Vereins gehen bis in das Jahr 1947 zurück, als Schüler unter dem Dach des Kulturbundes der DDR die „Arbeitsgemeinschaft Natur und Heimat“ gründeten und eine erste Ausstellung organisierten. Im Jahr 1974 kam es zur eigentlichen Vereinsgründung. Die damaligen Mitglieder machten sich verdient um die Sanierung des Harzgeröder Schlosses, das im 17. Jahrhundert Residenz von zwei Fürsten war.
Heute betreibt der Verein das Museum im Ostflügel des Schlosses, dessen Inhaber die Stadt Harzgerode ist. Es besteht aus der Heimatstube, in der Exponate aus Handwerks- , Landwirtschafts- , Industrie- und Bergbaugeschichte ausgestellt sind. Hier werden auch interessante Fakten zum Leben berühmter Persönlichkeiten, die mit Harzgerode verbunden waren, dargestellt. Im Obergeschoss finden sich der Festsaal mit seinem aus 18 Holzarten bestehendem Parkettboden sowie die Eisenkunstguss Sammlungen aus der Eisenhütte Mägdesprung und dem Eisenwerk Meyer in Harzgerode.
Highlight ist die Ausstellung mit Werken der Bildhauer Carl und Wilhelm Otto im ehemaligen Schlafgemach des Fürsten. Die Mitglieder des Vereins sammeln Informationen und Materialien zur Stadtgeschichte und archivieren sie. Regelmäßig veranstalten sie Vorträge zu heimatgeschichtlichen Themen. Für das monatlich stattfindende Erzählcafé arbeiten sie mit anderen Vereinen eng zusammen.
Aktuell bemühen sich die 18 Mitglieder darum, die jüngere Generation stärker für die Stadtgeschichte zu interessieren und so neue Mitglieder zu gewinnen. Als Kooperationspartner des Soziokulturellen Zentrums Harzgerode e.V. und der Stadt Harzgerode sind sie an der Organisation eines Schülerkunstprojektes mit der örtlichen Gemeinschaftsschule im Schloss Harzgerode beteiligt. Hierbei geht es um einen bekannten Fotokünstler, der aus dem Ortsteil Schielo stammt, in Mägdesprung ausgebildet wurde und bis heute Inspirationsquelle für bildende Künstler ist, Karl Blossfeldt.
