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Erstes Netzwerktreffen „Immaterielles Kulturerbe in Sachsen-Anhalt“
Am 22. Januar 2026 kamen auf Einladung der Staatskanzlei Magdeburg und des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt erstmals Vertreterinnen und Vertreter der in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommenen Kulturformen zusammen.
Ziel des Treffens war es, sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.
Vertreten waren unter anderem die Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle, der Pfingsttanz der Verbandsgemeinde Grund-Helbra, die Schachtradition in Ströbeck mit Darstellern des Lebendschachs, der Grasedanz im Harz, das Bad Dürrenberger Brunnenfest, das philanthropische Leben und Lernen an der Schule der Menschenfreundschaft Dessau, die Fertigungstechnik des Prägebriketts, das Gebrauchshundewesen sowie die Spergauer Lichtmeß. Ergänzend wurde auf weitere Kulturformen der Landesliste wie das Finkenmanöver im Harz und die Flößerei verwiesen. Außerdem nahmen Verantwortliche der Berg- und Landschaftspflege mit Rotem Höhenvieh und von The ARCH – The Alliance for Rare Crafts Heritage am Treffen teil.
Alle Kulturformen hatten Gelegenheit, sich vorzustellen. Kinder und Jugendliche des Lebendschach-Ensembles aus Ströbeck taten dies sogar mit einer beeindruckenden Präsentation. Anschließend war Raum für Austausch und Workshops.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen aktuelle Herausforderungen: Wissenstransfer, finanzielle Möglichkeiten und die Sicherung des Ehrenamts. Zudem formulierten die Teilnehmenden Wünsche an Land und Landesheimatbund – von stärkerer Vernetzung über Beratung und Fortbildung bis hin zur Einbindung in Tourismuskonzepte. Diskutiert wurde schließlich, wie eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit das immaterielle Kulturerbe Sachsen-Anhalts sichtbarer machen und langfristig stärken kann.
Ute Albersmann, Staatskanzlei Magdeburg
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